Musik

Seit 2019 begreift die Kulturfabrik Löseke ihre Arbeit als soziokulturelles Zentrum unterteilt in drei Sparten: Die KUFA ist Fabrik für Musik, Bühne und Stadtkultur. Die Sparte MUSIK fasst Konzerte und Partys zusammen. In beiden Fällen agiert die KUFA manchmal als Veranstalterin, übernimmt Organisation und Durchführung des Angebots, und manchmal als Kooperationspartnerin, d.h. stellt im Rahmen einer Vermietung die Räume zur Verfügung. Es hat also jede*r die Möglichkeit selbst ein Konzert oder eine Party auf die Beine zu stellen. Oder ihr nehmt am Songslam teil und präsentiert eure selbstgeschriebenen Songs im Scheinwerferlicht. Weiterhin findet ihr in der Sparte MUSIK Infos zu jenen KUFA-Projekte, die Konzertreihen sind. Das sind der Heimathaven, das Wild Dogs Festival, der Club VEB, KRAWUMM, Good Times und Pink Noise.

Hier sind die Veranstaltungen der zugehörigen Rubriken zusammengefasst:
Konzert * Party

 

Sa | 26.09.2020 | 17:00
Konzert: Wild Dogs Festival
Raw & Dirty Music
Zum dritten Mal taucht die KUFA in die Welt der Raw & Dirty Music ein. Das Indoor Festival präsentiert internationale Bands und lockt jährlich Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet nach Hildesheim. Es gibt vier unterschiedlich große Bühnen, einen Außenbereich mit Feuerküche und Pavillons, einen Tätowierer und kleine Aktionsflächen, die ein Festival ausmachen.

Als Headliner beim Wild Dogs Festival 2020 dürfen wir euch präsentieren: die niederländische Blues-Rock-Band DeWolff! Sieben Studio- und drei Live-Alben, ein niederländischer Grammy und ein Album aufgenommen mit "Black Keys"-Produzent Mark Neill – das sind nur einige Gründe, warum DeWolff im Rock-Genre zurzeit hochgehandelt werden. Dabei kommt der Band – klar – auch ihre musikalische Bandbreite zugute: Als Bassist Roger Glover DeWolff live spielen hörte, erinnerte ihn das an seine "Deep Purple Mark II"-Formation. Als Seasick Steve einmal backstage wach wurde, glaubte er im Jahr 1972 zu sein und die Allman Brothers würden spielen. DeWolff sind Wiedergänger einer Generation von Rockmusikern, die keine stilistischen Grenzen kannte. Das junge Trio aus dem niederländischen Geleen (Provinz Limburg) besitzt in Utrecht nicht nur ein eigenes, analoges Studio, in dem viele ihrer Alben entstanden. Sie sind zudem auch jung genug, um viele weitere Alben folgen zu lassen.
2008, zum Zeitpunkt der Unterzeichnung ihres ersten Plattenvertrages, waren Keyboarder Robin Piso 17 und die beiden Brüder Luka (drums) und Pablo van de Poel (guitar, vovals) jeweils 14 und 16 Jahre alt. Das spricht für Talent von Anbeginn. Pablo wurde seitdem übrigens zweimal zum besten Gitarristen der Niederlande gewählt. Konzerten im Amsterdamer Paradiso folgten 2010 erste Auftritte auch in Belgien und Deutschland, unter anderem auf dem Crossroads Festival in Bonn, einer WDR-Rockpalast-Aufzeichnung. Deren Website attestierte damals DeWolff, „die Welt mit wildem, psychedelischem Sixties-Blues-Rock zu erschüttern“. Die drei Niederländer nähmen den Hörer mit „in eine Zeit, in der Led Zeppelin, Cream, Pink Floyd und Deep Purple die Welt beherrschten“. In den zehn Jahren danach haben DeWolff über 1.000 Konzerte in Europa, Australien, Indonesien, sogar Russland, gespielt. Ihre explosive Mischung aus Blues Rock, Soul und Psychedelic ist einzigartig. Ganz und gar passend, denn ihren Bandnamen entliehen sie sich der Figur „The Wolf“ aus dem Tarantino-Klassiker "Pulp Fiction", dargestellt von Harvey Keitel. Die drei DeWolff-Künstler spielen ihre Musik nicht nur, sie leben sie. Ein Beweis mehr dafür, dass das goldene Zeitalter der Rockmusik auch im 21. Jahrhundert nicht zu Ende ist.



Dirty Deep ist eine Heavy Blues Band aus Strasbourg:
„We took out a sheet of paper and everyone wrote down what they wanted for the album. We all wanted a roots side, back to the roots.“ Victor Sbrovazzo, Gründer, Gitarrist, Mundharmonika-Spieler und Sänger bei Dirty Deep, beschreibt für das vierte Album als einen basisdemokratischen Prozess kollektiver Kreativität. Umso einfacher, wenn es dabei keine großen Meinungsverschiedenheiten gibt, sondern alle zurück zum Ursprung wollen – zum Ursprung der Blues Musik. Wer sich nun "Tillandsia" anhört, wird überzeugt sein: Dirty Deep haben ihren Sinn für ergreifende Blues Sounds nicht verloren.



Yonder Boys sind ein Americana Trio aus Berlin. Sie stehen mit traditionellen Folk-Instrumenten auf der Bühne, doch was man hört, klingt alles andere als traditionell. Yonder Boys kreieren ein eigenes Genre, indem sie eine ungeahnte Bandbreite von musikalischen Einflüssen zusammenbringen. Traditioneller Old-time Sound wird mit Rock, Latin, Pop und Psychedelic gemischt. Die beiden Sänger Jason Serious (USA; vocals, guitar) und David Stewart Ingleton (AUS; vocals, banjo) waren bereits Support bei Billy Bragg, The Wood Brothers, TimberTimbre, Other Lives und Nathaniel Rateliff. Tomás Peralta (CHL) macht dann das Trio komplett: Der Multiinstrumentalist singt und spielt die Mandoline, die Lap-Steel-Gitarre, das Banjo, den Bass und mehr.
The Yonder Boys stammen von unterschiedlichen Kontinenten dieser Erde, trafen sich und leben nun in Deutschland. Daher auch der Name der Band: Alle drei sind aufgebrochen, haben weite Reisen angetreten, um fernab von zuhause, drüben in Europa Musik zu machen. Ihre Debut-EP erschien self-titled im Jahr 2018 bei Blue Whale Records, ihre erste LP "Acid Folk" am 4. Juli 2020.



Dani Dorchin: Singer-Songwriter, One-Man-Show und Multiinstrumentalist. Dorchin kombiniert die E-Gitarre mit der Mundharmonika, spielt die Drums und singt. Für den gewissen hypnotisierenden Effekt live wie auch aus der Dose kreiert er einen energetischen, groovy Garage Blues. Dorchin hat bereits zwei Alben mit eigenen Songs veröffentlich: Seine Debut-LP “One Man Band” (2014), auf der er solo, live im Studio zu hören ist. “So The Story Goes” (Chompi Records, 2016) kommt mit ganzer Bandbesetzung daher. Immerhin ist Dorchins One-Man-Show sein erstes Solo-Projekt. Zuvor hat er mit zahlreichen von Israels berühmtesten Künstlern wie Asaf Avidan, Uzi Ramirez, mit internationalen Blues Musikern wie Rev. K.M. Williams, L.C. Ulmer und als Supprot für Bob Log III, Robert Cray, Corey Harris, Woven Hand und Patti Smith gespielt.
„Dani Dorchin does it right. I wish my thumb could do what his did. Go see this man plunk and stomp!“ schwärmt Musiker-Kollege Bob Log III.



„Zwei Gitarren, Bass, Drums und ein schriller, extrovertierter Frontmann, der in eine Art Redneck-Zirkusdirektor-Uniform mit gestreifter Gummihose gequetscht ist und rau seine Liedchen trällert. Ein bunter Haufen sind die fünf Braunschweiger von Mojo Circus. Sympathisch-schrammeliger Rhythm-and-Blues, gewichtiger Rock’n‘Roll-Drive und eine Prise US-Retro – man erkennt sofort legendäre Einflussgeber wie Chuck Berry, die Rolling Stones oder Muddy Waters.“ Besser als das Subway Magazin 2018 kann man es nicht beschreiben. Man kann sich nur selbst überzeugen – auf YouTube oder am besten live beim Wild Dogs Festival 2020.



Alle Informationen zum Festival gibt es unter www.wild-dogs-festival.de.
Tickets im VVK gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder unter www.wild-dogs-festival.de/tickets.

Mit freundlicher Unterstützung von: Friedrich Weinhagen Stiftung, Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, Stadt Hildesheim
Eintritt: 35 €
Eintritt VVK: 25 € (inkl. Gebühren)
Einlass: 16:00
Beginn: 17:00
Raum: Kufa
Veranstalter: Wild Dogs
Ab 18: nein